Unsere CDs
2004 fand die erste CD von Les Cornets Noirs ("O dilectissime Jesu", Motetten und Sonaten von Giovanni Legrenzi, Monika Mauch & Les Cornets Noirs, Edition Alte Musik ORF) bei Publikum und Presse große Zustimmung.
Ebenso die 2009 unter dem Titel "Echo & Risposta" bei audit erschienene Aufnahme mit doppelchöriger Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts (eingespielt in der Klosterkirche Muri mit den historischen Bossart-Orgeln von 1743).
Die 2012 bei Raumklang veröffentlichten "Schätze aus Uppsala" (Wolf Matthias Friedrich & Les Cornets Noirs) enthält Musik aus der Dünen-Sammlung.
Die gemeinsam mit dem Vokalensemble Cappella Murensis aufgenommene SACD "Polychoral Splendour" (mehrchörige Psalmen von Heinrich Schütz und Canzonen von Giovanni Gabrieli von den vier Emporen der Klosterkirche Muri, audite2012) wurde mit dem International Classical Music Award 2013 ausgezeichnet.
2016 haben die beiden Ensembles bei audite zwei weitere Aufnahmen herausgebracht: "Paradisi gloria" ist geistlicher Musik von Kaiser Leopold I. gewidmet.
Die andere CD ist der monumentalen 24stimmigen "Missa in labore requies" von Georg Muffat sowie Kirchensonaten seiner Zeitgenossen gewidmet.
«O dilectissime Jesu» (2004)

Giovanni Legrenzi (1626-1690) · Motetti e Sonate
Monika Mauch (Sopran) & Les Cornets Noirs
Erschienen in der Reihe «ORF Edition Alte Musik»
ORF CD 355 · aufgenommen 2003
Auszeichnung:
5***** Goldberg
«O dilectissime Jesu«, die Debüt-CD von Les Cornets Noirs, aufgenommen unter der Mitwirkung der Sopranistin Monika Mauch im Februar 2003 in der Kirche des Priesterseminars in Brixen, widmet sich ganz der Musik des in Bergamo, Ferrara und Venedig tätig gewesenen Komponisten Giovanni Legrenzi. Die Motetten bzw. Geistlichen Konzerte und Sonaten dieser Einspielung sind seinen Sammlungen «Sonate a due trè cinque e sei Stromenti« op. 8, «La Cetra« op. 10 und «Motetti sacri a voce sola con tre strumenti« op. 17 entnommen und erscheinen zum Teil erstmals auf CD.
Hörproben
«La Buscha»
aus: Sonate [...] Opera Ottava, Bologna 1671
Les Cornets Noirs
«La Squarzona»
aus: Sonate [...] Opera Ottava, Bologna 1671
Les Cornets Noirs
«O dilectissime Jesu»
aus: Motetti Sacri, Venedig 1692
Monika Mauch (Sopran), Les Cornets Noirs
Aus der Presse
«Klammheimlich hat sich der ORF in die Reihe der wichtigen Produzenten in der Alten Musik geschlichen. Die gerade herausgekommenen Motetten und Sonaten Giovanni Legrenzis sind ein gelungenes Beispiel dieser Reihe «ORF Edition Alte Musik». Glanzstücke der Aufnahme sind die vier geistlichen Motetten, in denen sich Sopranistin Monika Mauch und Les Cornets Noirs immer wieder gegenseitig inspirieren. Perfekt folgen Violinen und Zinken der Solistin in Phrasierung und Artikulation und präsentieren einen sehr schwungvollen Einblick in das Schaffen Legerenzis.»— Crescendo 02/2004
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«Echo & Risposta» (2009)

Virtuose Instrumentalmusik von den Emporen der Klosterkirche Muri
Canzonen und Sonaten von Dietrich Becker, Benedetto Re, Nicolò Corradini, Salomone Rossi, Cesario Gussago, Dario Castello, Giovanni Battista Riccio, Biagio Marini, Lodovico da Viadana, Giovanni Picchi, Alessandro Stradella, Samuel Scheidt, Johann Sommer, Johann Staden
Les Cornets Noirs
audite 92.572 · SACD · aufgenommen 2008
Auszeichnungen:
5***** Fono Forum
5***** RBB Kulturradio
Der für Instrumentalkompositionen des 16. und 17. Jahrhunderts charakteristische rhetorische Grundgestus zeigt sich besonders eindrucksvoll in den Echo- und Antwort-Dialogen räumlich getrennt positionierter Chöre: Diese Praxis hatte an den Emporen von San Marco in Venedig mit Giovanni Gabrieli gegen Ende des 16. Jahrhunderts einen Höhepunkt erreicht und gewann von dort aus weit über Italien hinaus stilbildenden Einfluss. Die Mehrzahl der Werke dieser Aufnahme stammt aus den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts, als die Komponisten die neu gewonnenen Ausdrucksmittel und Freiheiten ganz besonders nutzten: Überbordende Virtuosität und Spielfreude sowie eine programmatische Betonung des Modernen kennzeichnen diese Musik.
Die vier Emporen der Klosterkirche Muri bieten ideale Bedingungen für die Aufführung mehrchöriger Werke. Um hier die historischen Orgeln der Kirche miteinbeziehen zu können, wurden eigens zwei Zinken gebaut, die auf die originale Stimmtonhöhe der Bossart-Instrumente von 1743 (a ≈ 425 Hz) abgestimmt sind.
Hörproben
Dietrich Becker (1623-1679)
«Canzon» aus: Musicalische Frühlings-Früchte, Hamburg 1668
Les Cornets Noirs
Niccolò Corradini (1580/90-1646)
«La Golferamma» aus: Primo libro de canzoni francese, Venedig 1624
Les Cornets Noirs
Biagio Marini (1594-1663)
«Canzon prima» aus: Sonate, symphonie, canzoni, Venedig 1626
Les Cornets Noirs
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Schätze aus Uppsala (2012)

Musik des 17. Jahrhunderts aus der Düben-Sammlung
Les Cornets Noirs
Raumklang RK 3101 · aufgenommen 2011
Auszeichnungen:
5***** & CD Tipp Fono Forum
5***** Financial Times Deutschland
CD des Tages ORF
1624 trat Andreas Düben als Hoforganist in die Dienste des Königs von Schweden. In Leipzig als Sohn des Organisten der Thomaskirche geboren hatte er zuvor in Amsterdam bei dem berühmten Jan Pieterszoon Sweelinck Orgel studiert. Düben avancierte zum schwedischen Hofkapellmeister und begründete eine Musikerdynastie, die dieses Amt für die kommenden 100 Jahre ausüben sollte. Sein Sohn Gustav stand von 1663 bis zu seinem Tod 1690 der schwedischen Hofkapelle vor. Er legte eine umfangreiche Musikaliensammlung an, die seit 1732 in der Universitätsbibliothek von Uppsala aufbewahrt wird und heute zu den wichtigsten Quellen für die Musik des 17. Jahrhunderts aus Deutschland und Italien zählt. Gemeinsam mit dem Bassisten Wolf Matthias Friedrich präsentiert das Instrumentalensemble Les Cornets Noirs das reiche Spektrum der Sammlung Düben von geistlichen Konzerten über repräsentative Sonaten bis hin zur Kammermusik.
Hörproben
Kaspar Förster (1616-1673)
«Sonata a 7 instrom»
Les Cornets Noirs
Johann M. Gletle (1626-1683)
«Salve Regina»
W. M. Friedrich, Les Cornets Noirs
Anonymus 17. Jhdt.
«Sonata a 2 cornetti»
Les Cornets Noirs
Aus der Presse
,,Wen die unbekannten Werke nicht schon genug ansprechen, der wird doch von der nobel-kultivierten Haltung begeistert sein, mit der die Cornets noirs und der exzellente Bassist Wolf Matthias Friedrich diese Musik aufführen."— Fono Forum, 2/2013
,Wer war Kaspar Förster? Welche Musik schrieb der Franziskanermönch Sisto Reina und was enthält die sogenannte Düben-Sammlung sonst noch? Die Antwort darauf gibt die soeben erschienene CD "Schätze aus Uppsala". Mehr als 2000 klingende Preziosen aus dem 17. Jahrhundert sind es, die einst der Stockholmer Hofkapellmeister Gustav Düben archiviert hat. Die warteten in der Universitätsbibliothek in Uppsala darauf, nach 150 Jahren wieder aufgeführt zu werden. Das Ensemble Les Cornets Noirs hat sich dieser Aufgabe gewidmet und interpretiert mit viel Spielfreude von italienischer Mehrchörigkeit inspirierte Werke des Danzigers Förster. Gemeinsam mit dem Gesangssolisten Wolf Matthias Friedrich präsentieren die Musiker auch geistliche Konzerte von Sisto Reina und seinen Zeitgenossen."— Dagmar Zurek, Financial Times, 9.9.12
,,Wolf Matthias Friedrich und Les Cornets Noirs stellen ein aus dem überreichen Fundus der Düben-Sammlung sehr klug zusammengefügtes Programm vor, das einerseits die Vielfalt der Sammlung andeutet, vor allem aber das durchgehend hohe Niveau der dort vertretenen Stücke dokumentiert. Und es zeigt die Sammlung Gustaf Dübens als Spiegel eines Kulturraums, als Abbild musikalischer Entwicklungen und Traditionslinien jener Epoche. Ein Wunsch bleibt: Die Entdeckungsreise in der Düben-Sammlung sollte auf diesem hohen Niveau fortgeführt werden!"— Dr. Matthias Lange, klassik.com, 13.9.12
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«Polychoral Splendour» (2012)

Musik von den vier Emporen der Klosterkirche Muri
Werke von Giovanni Gabrieli und Heinrich Schütz
Cappella Murensis (Siri Karoline Thornhill, Stephanie Petitlaurent, Rolf Ehlers, Jürgen Ochs, Mirko Ludwig, Manuel Warwitz, Simon Schnorr, Kees Jan De Koning), Les Cornets Noirs, Johannes Strobl (Leitung)
audite 92.652 · SACD · aufgenommen 2012
Auszeichnungen
Stereo: CD des Monats
5***** klassik.com
Gewinn des International Classical Music Award 2013 in der Kategorie «Barock Vokal»
Diapason 2013/4: 5*****
Der vierjährige Aufenthalt des jungen Heinrich Schütz bei Giovanni Gabrieli zählt zu den ertragreichsten Studienreisen deutscher Musiker, Künstler und Literaten nach Italien. Nach seiner Rückkehr legte Schütz 1619 mit den Psalmen Davids ein eindrucksvolles Ergebnis seiner Auseinandersetzung mit dem italienischen Musikstil vor. Den Teutschen Psalmen auf Italienische Manier liegt durchgehend das Prinzip der Mehrchörigkeit zugrunde, das Schütz in der venezianischen Tradition der cori spezzati kennen gelernt hatte: Gabrieli, erster Organist an der Basilika von San Marco, bezog die Architektur dieses Kirchenraums auf einzigartige Weise in seine Kompositionen ein, indem er Sänger und Instrumentalisten in bis zu vier Chören auf gegenüberliegende Emporen verteilte und so beeindruckende Klang- und Raumwirkungen erzielte.
Über die CD
Aus der Presse
«Heinrich Schütz hatte bei Giovanni Gabrieli das Prinzip der Mehrchörigkeit kennen gelernt, so wie es der Erste Organist von San Marco, die Architektur des Kirchenraums einbeziehend, praktizierte. Dem historischen Vorbild folgend nutzen die 'Cappella Murensis' und das Ensemble 'Les Cornets Noirs' in der vorliegenden Einspielung die Situation der vier Musikemporen der Klosterkirche Muri: In den zwei-, drei-und vierchörigen Werken verschmelzen Stimmen und Instrumente mit den vier Continuo-Orgeln zu einem einzigartigen Klang. Und so ist denn diese Surround-Produktion nicht nur musikalisch, sondern auch tontechnisch ein Genuss.» — Pizzicato, 09/2012
«Eine grandiose Aufnahme, so lebendig und differenziert hört man die Musik von Gabrieli und Schütz selten. Voller Eleganz und stets in innerer Bewegung musizieren Sänger und Instrumentalisten Glanzpunkte des mehrchörigen Repertoires. [...] Die CD wurde in der Klosterkirche Muri aufgenommen, die sich nicht nur durch die Anlage mit vier Emporen als besonders geeignet erweist, sondern auch große barocke Orgeln auf zwei Emporen besitzt. Dadurch bekommt die Continustimme ein ganz anderes Gewicht, wie es ja der originalen Klanggestalt entspricht. [...]» — Musica Sacra, 05/2012
«Mit "Polychoral Splendour" ist diese CD mit mehrchöriger Musik des Frühbarock aus der Abteikirche im aargauischen Muri übertitelt. Das ist nicht übertrieben, denn die Klangpracht, die einem da entgegentönt, ist wirklich atemberaubend. Zu danken ist dies einem glücklichen Zusammentreffen mehrerer Faktoren. Ausgangspunkt ist natürlich die festliche Musik Giovanni Gabrielis und seines deutschen Meisterschülers Heinrich Schütz, die wie kaum eine andere geeignet ist, die SACD-Aufnahmetechnik in Szene zu setzen. Wichtig ist aber auch die Abteikirche Muri, die mit ihren beiden historischen Chororgeln ideale Voraussetzungen bietet: Gabrielis venezianisches San Marco nördlich der Alpen, ist man versucht zu sagen. [...] Die Vokalisten der Cappella Murensis favorisieren eine runde Tongebung mit klarer, aber unangestrengter Deklamation, wodurch die Opulenz des Klangganzen im Vordergrund bleibt. Bei den Instrumentalisten prägen virtuose Violinen und Zinken das Geschehen, am meisten fällt aber die tiefe Lage der Posaunen auf: Eine fast körperlich packende Gravität, die dennoch zeichnend und ohne jede Breite daherkommt. [...]» — Musik und Theater, 01-02/2013
«In Venedig hatte man vor über 400 Jahren die faszinierende Wirkung erprobt, wenn mehrere Musikergruppen an verschiedenen Orten des Raumes singen oder ihre Instrumente spielen. [...] Auf den vier Emporen der Klosterkirche Muri bei Zürich, deren zwei mit schönen historischen Orgeln ausgestatten sind, ist nun das Musizieren dieser mehrchörigen Literatur eine besonders feine Sache: Raumklang in kaum überbietbarer Fülle und Pracht, in ganz prächtiger Weise dargeboten von den solistischen Sängern der Cappella Murensis und den Instrumentalvirtuosen der "Cornets Noirs". [...]» — Chor aktuell, 04/2012
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«Paradisi Gloria - Sacred music by Emperor Leopold I» (2016)

Originalkompositionen von Leopold I.: Kaiserliche Klänge aus der habsburgischen Klosterkirche Muri
Ulrike Hofbauer, Monika Mauch, Alex Potter, Hans Jörg Mammel, Lisandro Abadie
Cappella Murensis, Les Cornets Noirs
Johannes Strobl (Leitung)
audite 97.540, aufgenommen 2016
Der Habsburger Kaiser Leopold I. (1640-1705) machte während seiner Regierungszeit die Residenzstadt Wien zu einem kulturellen Zentrum ersten Ranges. Er selbst war ein begabter und produktiver Komponist. Seine musikalische Begabung erfuhr frühe Förderung, sodass er weit über bloßes Dilettieren hinaus als Musiker und Komponist Beachtung fand. Seine Werke haben in Konzerten an der Klosterkirche Muri auch heute ihren festen Platz: Die Vorfahren des Hauses Habsburg stifteten das Kloster Muri und die Benediktinerabtei blieb in ihrer fast tausendjährigen Geschichte bis heute mit dem Haus Habsburg verbunden.
Führende Barocksänger bringen zusammen mit der Capella Murensis und dem Ensemble Les Cornets Noirs unter der Leitung von Johannes Strobl ausgewählte Werke Leopold I. in dieser Aufnahme zur Aufführung. Zwei der Kompositionen haben persönlichen Kontext:
Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau komponierte Leopold eine Totenmesse, nach dem Tod seiner zweiten Gattin vertonte er Lesungen und Responsorien. Beide Begräbnismusiken gehören zu den stärksten Werken des Kaisers: In ihnen vermag er persönliche Empfindungen auf berührende Weise mit musikalischen Mitteln darzustellen. Die Farben der Instrumentalbesetzung bereichern den Vokalsatz, der in seiner wohl überlegten Abfolge von solistischen Abschnitten und chorischen Passagen ebenso überzeugt wie in der Schönheit der melodischen Einfälle und seiner harmonischen Schlichtheit.
Hörproben
Sonate II
Les Cornets Noirs & Johannes Strobl
Sanctus
Ulrike Hofbauer, Monika Mauch, Alex Potter, Hans-Jörg Mammel, Lisandro Abadie, Cappella Murensis, Les Cornets Noirs & Johannes Strobl
Lux aeterna
Les Cornets Noirs
Aus der Presse
„Der umtriebige Johannes Strobl spornt seine Cappella Murensis mit ihren formidablen Sängern und Les Cornets Noirs zu emotionalen Höchstleistungen an. Eines seiner Markenzeichen ist die große Natürlichkeit, mit der der emotionale Gehalt der Kompositionen transportiert wird. Hierzu gehören adäquate Tempi und eine feinsinnige Artikulation, die den großen Bogen nie aus den Augen verliert.“ (Reinmar Emans, FonoForum)
"Johannes Strobl hat diese durchweg eher klagenden Gesänge mit der Cappella Murensis und Les Cornets Noirs in der Klosterkirche Muri eingespielt, die bereits bei anderen Aufnahmen durch ihre beeindruckende Akustik in Erinnerung geblieben ist. Das Solistenquintett und die Ripieni- sten, jeweils doppelt besetzt, singen diese emotionsgeladenen Werke sehr schlicht und gerade dadurch eindrücklich. Sie werden dabei bestens unterstützt durch die Musiker von Les Cornets Noirs, die auf Nachbauten historischer Instrumente musizieren. Formidabel!"(ouverture Das Klassik-Blog (2016.12.28)
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«Georg Muffat: Missa in labore requies & Church Sonatas by Bertali, Schmelzer & Biber» (2016)

Mit Georg Muffats "Missa in labore requies" und Kirchensonaten seiner Zeitgenossen setzt audite die Reihe mehrchöriger Barockmusik mit namhaften Künstlern der Alten Musik-Szene fort.
Die Klosterkirche in Muri bietet mit ihrem oktogonalen Grundriss und den vier Musizieremporen die perfekten räumlich-akustischen Voraussetzungen für die Aufführung mehrchöriger Musik. Die Emporen umrahmen den Hauptraum der Kirche, so dass sich der Zuhörer inmitten des musikalischen Geschehens wiederfindet. Dieses Klangerlebnis ist einzigartig, sowohl im Konzert als auch in den Aufnahmen. Die nicht unerhebliche Distanz zwischen den Emporen stellt dabei durchaus eine Herausforderung für das Zusammenspiel der einzelnen Klanggruppen dar. Sie ist aber ein wesentlicher Teil der Komposition selbst, denn erst die räumliche Trennung der Chöre verleiht der Musik die beabsichtigte Weite und Größe. Adäquate Raumbedingungen sind darum ein entscheidender Faktor für eine authentische Umsetzung solcher Werke. Die vorliegende Aufnahme gibt die erzielbaren Klangwirkungen der eingespielten Werke hervorragend wieder. Die zwei historischen Bossart-Orgeln von 1743 verleihen der Musik zudem ein echtes Continuo-Fundament und prägen ebenfalls wesentlich den beeindruckenden Gesamtklang der Aufnahme.
Von Georg Muffat ist mit der "Missa in laborerequies" nur ein einziges, dafür aber monumentales Werk der Kirchenmusik erhalten. 24 Stimmen werden auf fünf getrennt von einander positionierte Chöre verteilt. Dabei nutzt Georg Muffat die Möglichkeiten der üppigen Besetzung. So wird die zentrale Klangpracht des zweifellos für einen höchst repräsentativen Anlass komponierten Werks immer wieder von Sätzen abgelöst, die den Vokalsolisten Gelegenheit geben, in virtuosen wie expressiven Passagen hervorzutreten. Bester Kontrapunkt im alten Stil steht neben modernem Konzertieren der einzelnen Chöre, wobei die piano-Stellen der großen Tutti-Echos eindrucksvolle Wirkung erzeugen - nur noch übertroffen von den gestopften Trompeten und gedeckten Pauken, die das "passus et sepultus est" mit einem düsteren Trauermarsch begleiten.
Kirchensonaten von Zeitgenossen Muffats in unterschiedlicher Besetzung runden die Aufnahme ab.
Miriam Feuersinger, Stephanie Petitlaurent, Alex Potter, William Purefoy, Hans Jörg Mammel, Manuel Warwitz, Markus Flaig, Lisandro Abadie Cappella Murensis, Trompetenconsort Innsbruck, Les Cornets Noirs; Leitunng: Johannes Strobl
audite 97.539 · SACD · aufgenommen 2016
Über die CD
Aus der Presse
Johannes Strobl hat für diese ambitionierte Einspielung eine famose, aus zahlreichen renommierten Namen der Alte Musik-Szene bestehende Musikertruppe aufgeboten, wobei vor allem das Trompetenconsort Innsbruck und das Ensemble „Les Cornets Noirs“ einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. Das hochprofessionelle Vokalensemble „Cappella Murensis“ singt mit hervorragender Durchhörbarkeit und Klangschönheit, unterstützt von insgesamt fünf namhaften Organisten [...] Eine Einspielung, deren Klangbild die Pracht der vielchörig-repräsentativen Musik hervorragend zur Geltung kommen lässt! (ORGAN | 04/2016 | CHRISTIAN BREMBECK )
Eine maßstabsetzende Interpretation der Missa sowie von fünf Kirchensonaten aus der Feder von Zeitgenossen Muffats ist der Cappella Murensis, dem Trompetenconsort Innsbruck und Les Cornets Noirs unter der Leitung von Johannes Strobl gelungen. Gesangssolisten wie Miriam Feuersinger, Alex Potter und Hans Jörg Mammel, das exquisite Spiel der Instrumentalisten und ein feinnervig-hochgespanntes, alle dynamischen Möglichkeiten des Raumes auskostendes Dirigat machen das Hörglück perfekt. (RECKLINGHÄUSER ZEITUNG | FREITAG, 25. NOVEMBER 2016)